Das Referat für antifaschistische Arbeit


Faschistische und rassistische Tendenzen und Ausmaße sind allgegenwärtig. Sie entstehen aus der Mitte der Gesellschaft und werden alltäglich durch Nationalismus, Konkurrenz und Versagensängste genährt. Diese Einstellungen werden zunehmend salonfähiger, so dass klar sein sollte, dass auch Hochschulen davon nicht unberührt bleiben. Die Gefahr, die mit rechtem Gedankengut einhergeht ist sichtbar an den Morden, die sich traditionell durch die Geschichte ziehen. Doch Gewaltverbrechen sind nur die Zuspitzungen rechter Strukturen und rassistischem Gedankengut. Das Potential und der Nährboden entstammt einer Gesellschaft, die durchzogen ist von der Abwertung anderer und einer eigenen faschistischen Geschichte, die nach wie vor nicht ausreichend aufgearbeitet wurde.

Wir finden es wichtig sich nicht ausschließlich mit Gruppierungen der extremen Rechten zu beschäftigen, sondern sich auch mit Themen auseinander zu setzen, die genutzt werden, um (extrem) rechtes Gedankengut gesellschaftsfähig zu machen und so menschenverachtende, rassistische Ideologien verbreiten. Strukturen und Kontinuitäten zu erkennen ist genauso wichtig wie sich mit der Frage zu beschäftigen, wie es besser gehen kann. Wie wir in einer befreiten Gesellschaft leben können, die Platz und Entfaltungsmöglichkeiten für alle bietet.

Deshalb beschäftigen wir uns neben Rassismus und Faschismus auch mit Themen wie Migration, Globalisierung, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus, Patriarchat und Patriotismus, da alles miteinander verwoben ist.

Durch Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen an der FH Bielefeld möchten wir eine öffentliche Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit diesen Themen vorantreiben und zudem die Studierenden aufklären, wie sie rechtes Gedankengut (bzw. Gruppen) erkennen und dagegen angehen können. Gerade das Erkennen von entsprechendem Gedankengut und die eigene Reflexion, wo selbst menschenverachtende Gedanken verinnerlicht wurden, wird immer wichtiger, da auch an Hochschulen in NRW von Zeit zu Zeit Referent:innen eingeladen werden, die nicht direkt einer politischen Strömung/ Gruppierung zuzuordnen sind und dennoch beispielsweise rassistische oder antisemitische Positionen vertreten.

Außerdem dienen wir als Ansprechpartner:innen um Kontakt zu (Opfer-)Beratungsstellen herzustellen und in unseren Themenbereich passende Veranstaltungen & Angebote zu bewerben.

Beratung auf Anfrage.

Referentinnen: Eva Marie Gabriel und Jo-Ann Garcia Duarte


antifa@fh-asta.de